Das 1865 in Finnland gegründete Unternehmen Nokia ist als Weltmarktführer im Bereich Mobiltelefone vermutlich nahezu Jedermann ein Begriff.
Stellten die Finnen anfangs noch Papier, später verschiedenste Gebrauchsgegenstände her, sollten sie ihre größten Erfolge jedoch als Technologieunternehmen feiern. So begannen sie Mitte der 1980er Jahre bereits erste Autotelefone für den finnischen Markt herzustellen, um sich im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnte zum weltweiten Marktführer heraufzuarbeiten, der letzten Vergleichen zur Folge mit einem Marktanteil von 32,6 % an der Spitze steht.
Die Finnen bieten mittlerweile eine extrem breit gefächerte Palette verschiedenster Mobiltelefone für unterschiedliche Zwecke an. Wo vor mehreren Jahren noch einige wenige, dafür bei fast allen Kundenkreisen äußerst bekannte Handys Nokias Sortiment darstellten (beispielsweise das Nokia 3210 oder 6210 etc.), finden sich aktuell allein mehr als zehn Modellreihen, wobei jede meist mit mindestens einem oder zwei Vertretern ausgestattet ist.
Die "klassischen" Serien werden dabei immer nach der ersten der vier Ziffern unterschieden. Die 9xxx-Serie repräsentiert beispielsweise die so genannten Communicator, Business-Telefone mit seitlich aufklappbarer Tastatur und Displayfläche. 3xxx-Modelle sind hingegen meist einfach ausgestattete Multimedia-Handys, die sich im mittleren Preissegment finden lassen, während die mit der Ziffer Acht beginnenden Geräte in der Regel hochwertige, und aus ungewöhnlichen Materialien wie Edelstahl gefertigte, Handys sind.
Vor einiger Zeit hat Nokia zwei neue Serien eingeführt, die die Finnen weitgehend von den anderen Reihen abgrenzen wollen. Erkennbar wird dies insbesondere durch die anderen Bezeichnungen: statt vierstelliger Ziffern heißen sie schlicht N- bzw. E-Series. Indem für beide Serien qualitativ sehr hochwertige Telefone entwickelt werden, versucht Nokia ein wenig Schwung in die allseits bekannte Produktpalette zu bringen. So wartet die N-Series mit stark auf Multimediafunktionalität ausgelegten Modellen auf, während die E-Series auf professionelle Business-Nutzung ausgelegt ist.
Nokia versucht also weiterhin, seine Position als Weltmarktführer zu halten bzw. auszubauen. Dank einer breit gefächerten und qualitativ ansprechenden Produktpalette dürfte dies in nächster Zeit wohl auch kein Problem darstellen, auch wenn die Markterfolge von Sony Ericsson nicht zu vernachlässigen sind. Klm via tb