Sind Tätowierer Künstler ?
Es ist schon spannend die Entwicklung der Tattoos und der Tätowierkunst als solche, aber auch den gesellschaftlichen Umgang damit zu beobachten. Während früher hierzulande ein Tattoo als ein sicheres Indiz für einen Knast Aufenthalt der jeweiligen Person galt, so kommt heute kaum einer der etwas auf sich hält ohne ein Tattoo aus. Damals also den Berufs Kriminellen und den zur See fahrenden Männern vorbehalten, heutzutage gilt es als Statussymbol und gehört fast schon zum guten Ton. Was viele aber gar nicht wissen die Geschichte des Tattoos ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Es gibt Hieroglyphen aus der Zeit von 2000 vor Christus die belegen, das sich schon damals die Menschen mit Symbolen schmückten, die ihre religiöse Haltung oder die Stammes Zugehörigkeit ausdrückten. James Cook brachte dereinst das Tattoo nach Europa als er von einer seiner Reisen zurück kam, und einen Polynesier mit nach Europa brachte, der sich mit einem Tattoo schmückte. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde schließlich die Tätowier Maschine erfunden. Damit konnte man wesentlich genauer arbeiten als vorher, zudem hatte man eine bessere Kontrolle darüber wie tief die Nadeln in die Haut eindringen und wie viel Farbe sie dabei abgeben. Doch es sollte noch fast ein ganzes Jahrhundert dauern, bis sich das Tattoo auch gesellschaftlich durchgesetzt hat, heute ist es aber soweit, fast überall auf der Welt kann jeder mit seinem Körper machen was er will. Das tätowieren hat sich zu einer regelrechten Kunst entwickelt, es gibt bei den Tätowierern teilweise erhebliche Qualität´s Unterschiede. Der Tätowierer also solcher ist leider auch kein anerkannter Ausbildungsberuf so dass man es hier als Neuling recht schwer hat, entweder geht man bei einem Profi ind die „Lehre“ das heißt man schaut im bei der Arbeit zu und befolgt seine Anweisungen auf das Genaueste. Im Laufe der Zeit hat man dann selbst genügend Erfahrung das man sich an das tätowieren von Kunden heran wagen kann. Je nach Größe und Komplexität der Tätowierung sollte man hier aber nicht zu eitel sein und bei Bedarf doch die Tätowierung dem Chef überlassen.
Marc Stricker | mail@zyndrom.de