Drei Basics zum Start in die Medien
Sie fragen sich, warum immer nur die anderen in der Zeitung stehen? Es könnte einen ganz einfachen Grund geben: Die tun was. Und zwar gezielt. Und das können Sie auch. Der Einfachheit halber beschäftigen wir uns hier nur mit Printmedien. Bevor Sie mit Ihrer Öffentlichkeitsarbeit anfangen, müssen Sie erst einmal drei wichtige Fragen beantworten:
1. Wer ist eigentlich Ihre Zielgruppe?
Wenn Sie jetzt antworten: alle, dann ist schon etwas schief gelaufen. Betrachten Sie die Welt mit den Augen Ihrer Zielgruppe. Und wenn sie sehr groß ist, versuchen Sie, sie zu unterteilen. In kleine greifbarere Grüppchen. Denn kommunizieren können Sie nur mit denen, die Sie auch kennen.
Ein Beispiel: Sie betreiben einen Online-Shop für Elektrogeräte. Natürlich könnten alle Ihre Geräte kaufen. Aber so kommen Sie nicht weiter. Suchen Sie sich die Spitzengruppe aus: diejenigen, die die besonders hochpreisigen Dinge kaufen. Männer um die vierzig, die immer auf dem neuesten Stand sein wollen. Und schon haben Sie sie etwas mehr eingekreist.
Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Finden Sie heraus, wie sie tickt und worauf sie anspricht. Lernen Sie ihre Vorlieben kennen und ihre Art zu kommunizieren. Und damit sind wir auch schon bei der zweiten Frage.
2. Was liest eigentlich Ihre Zielgruppe?
Es ist ein Unterschied, ob Sie eine Veröffentlichung in der Tagespresse oder in einer Fachzeitschrift anstreben. Für manch einen bringt die Tagespresse rein gar nichts, weil Endverbraucher ihre Produkte gar nicht kaufen können.
Sie verkaufen Steckverbindungen für elektronische Komponenten? Da ist die Tagespresse sicherlich nicht die erste Adresse, an die Sie denken sollten. Aber bestimmt gibt es einige Fachzeitschriften, die sich für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte interessieren könnten.
3. Was wollen sie Ihrer Zielgruppe eigentlich sagen?
Viele Unternehmer machen sich nicht klar, was sie eigentlich sagen wollen. Es reicht ja nicht, dass man über Sie redet. Es muss auch das richtige Bild vermittelt werden. Nehmen Sie sich die Zeit, sich über Ihre Botschaften und Ihr Image klar zu werden. Wenn Sie eine klare Marketingstrategie formuliert haben, werden sich daraus auch die PR-Botschaften ermitteln lassen.
Und natürlich: Nachrichten produzieren. Neues muss gesagt werden, denn sonst besteht für die Medien kein Grund, Ihre Meldung zu veröffentlichen.
Sie sehen also: bevor Sie anfangen, sollten Sie etwas Struktur in Ihre Gedanken bringen. Und auch wenn Sie letztendlich die Public Relations in fremde Hände geben: an diesen drei Fragen kommen Sie nicht vorbei.
Dr. Frauke Weber
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Dort finden Sie mich unter dem Namen PR-Päpstin. Viel Vergnügen!