Der Niederländische Maler Vincent van Gogh wurde 1853 in Groot-Zundert geboren. Nach einer Ausbildung im Kunsthandel seines Onkels in Den Haag und London ging van Gogh 1874 nach Paris. Doch erst nach verschiedenen Zwischenstationen in England, den Niederlanden und Belgien siedelte er 1886 endgültig nach Frankreich über. Nach verschiedenen beruflichen Stationen und Versuchen beschloss van Gogh 1880 Künstler zu werden. In Paris lernte der sehr einsame und depressiv veranlagte van Gogh die Arbeiten der französischen Impressionisten kennen, die auch sein Farbenspektrum positiv beeinflussten. Zu seinem unverwechselbaren Stil fand der Maler jedoch nicht in Paris, sondern in Arles, wohin er 1888 übersiedelte. Die Begegnungen mit der südfranzösischen Sonne und der Einfluss ihres Lichts auf die Wahrnehmung der Umwelt prägten den Maler nachhaltig. In Arles entstanden Bilder wie das legendäre „Café de Nuit“ (1888), seine Variationen von Sonnenblumen oder auch die „Brücke von Langlois“ (1888). Van Goghs Geniestreich, der ihm zwar unter seinen Zeitgenossen wenig Gegenliebe entgegen brachte, ihn dennoch zum Begründer der Moderne machte, war sein Umgang mit dem Material Farbe. In einem für seine Zeit ungewöhnlich gestisch-expressivem, stark pastosem Farbauftrag, der seine Impulsivität und Gefühlsbetontheit als Maler wiederspiegelt, trägt van Gogh in dieser Hochphase zumeist klare, leuchtende Farben auf den Bildgrund, die einen unmittelbaren Ausdruck ermöglichen. Van Gogh malte keine naturalistische Welt, sondern er malte seine unmittelbare und sehr persönliche Wahrnehmung von Welt, die regelrecht von seinen Stimmungen und Gefühlen gefärbt war. Mit dieser neuartigen Verwendung von Farbe als unmittelbarem Träger des Ausdrucks beeindruckte er nicht nur seine nachfolgenden Künstlergenerationen, sondern vor allem den Betrachter bis heute. Mit Hilfe der Vielzahl von Poster, die mittlerweile von van Goghs eindringlichen Motiven erhältlich sind, kann man sich ein Stück südfranzösischer Sonne in die eigenen vier Wände holen.
Name: Elke Lohre
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