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Das christliche Unternehmensmodell
Natürlich gibt es auch bekennende Christen, die Unternehmer sind und eine Firma leiten. Grundsätzlich steht ein gläubiger Geschäftsmann immer vor folgender Frage:
„Bin ich Geschäftsmann, der auch noch Christ ist, oder bin ich Christ, der auch noch Geschäftsmann ist?“
Die Unternehmer, die sich in erster Linie als gläubige Christen sehen, haben in mancherlei Hinsicht ein Geschäftsmodell, das von dem anderer Unternehmer abweicht. Natürlich muss auch ein christlicher Unternehmer Gewinn erwirtschaften, das steht außer Frage. Doch die Gewinnmaximierung steht nicht im Vordergrund, sondern die Verantwortung vor Gott und dem Evangelium. Trotzdem – oder gerade deswegen? – sind solche Unternehmen oft sehr erfolgreich, teilweise erfolgreicher als ihre direkten Konkurrenten.
Die amerikanische Schnellimbisskette Chick-fil-A etwa, zu der heute 1.000 Restaurants in 34 US-Staaten gehören, hat beispielsweise jeden Sonntag geschlossen, damit die Mitarbeiter den Sonntagsgottesdienst besuchen können. Sonntags geschlossen zu haben, ist in Amerika äußerst ungewöhnlich. Dennoch verkauft das Unternehmen im Schnitt in sechs Tagen mehr als die Konkurrenz in sieben, wie Firmengründer Truett Cathy berichtet.
Was machen christliche Unternehmer noch anders?
Es gibt regelmäßig Gebet für das Unternehmen, seine Mitarbeiter, die Kunden und die Geschäftspartner. Es gibt eine wöchentliche Betriebsandacht. Christliche Literatur wird im Unternehmen angeboten. Der zehnte Teil des Gewinns wird gespendet.
Zudem sprechen christliche Unternehmer wichtige Entscheidung mit dem „eigentlichen Chef“, also Gott ab. Der Schweizer Unternehmer Erich Zbären, dessen Unternehmen individuelle Edelküchen herstellt, stand vor der Frage, ob er eine neue Computergesteuerte Maschine, die etwa eine halbe Millionen Franken kostete, anschaffen solle. Dieses Anliegen legte er im Gebet Gott vor und entschied sich nach zwei Wochen für den Kauf der Maschine. Seitdem machte die Firma einen rasanten wirtschaftlichen Sprung nach vorne.
Dass Jesus der wahre Chef ist, wird noch deutlicher beim US-Unternehmen Ultimate Support Systems in Colorado, welches Metallständer für Lautsprecher und Musikinstrumente herstellt. Im Wirtschaftsplan ist genau vermerkt, wieviel Geld jährlich für geistliche Belange gewonnen werden soll. Ein Prozent des Umsatzes wird gespendet – egal, ob das Unternehmen gerade Gewinn oder Verlust macht. Einer von fünf Vizepräsidenten ist zudem Pfarrer. Auch nutzt die Geschäftsleitung einen christlichen Beirat, der Grundsatzentscheidungen und Vorgänge kritisch an den Maßstäben des Evangeliums misst.
Auch in Deutschland gibt es christliche geführte Unternehmen. Die Firma Plansecur aus Kassel gehört dazu. Das Unternehmen ist in der Vermögensberatung aktiv. In der Kasseler Firmenzentrale gibt es einen extra Andachtsraum. Eine spezielle Ausgabe des Neuen Testamentes, in dem Firmengründer Klaus Dieter Trayser seinen persönlichen Zugang zum christlichen Glauben erläutert, wird jährlich an mehrere hundert Hausgäste verteilt. Jeder neue Mitarbeiter erhält eine Bibel.
Christliche Unternehmer stehen vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits müssen sie ihr Unternehmen gut führen, andererseits möchten sie aber auch missionarisch aktiv sein und das Christsein nicht nur auf dem Papier leben. Es ist bezeichnend, dass solche Unternehmen oftmals sehr erfolgreich sind und regelmäßig mit Preisen für ihre Unternehmenspolitik ausgezeichnet werden.
Name: Eckart Haase E-Mail: info@christliche-autoren.de
Christliche Literatur und Evangelisation
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