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Florida erfüllt viele Klischees und Träume. Das Land mit der ewigen Sonne, braungebrannte Körper und reiche Amerikaner, die sich hier niedergelassen haben. Kreuzfahrten, die in die Karibik führen, aber auch die andere Seite, Florida das Einwanderungsland der Kubaner, Kriminalität und Hurricanes. Florida kann mit einer subtropischen Vegetation aufwarten, die durch den Golfstrom gespeist wird. So erstaunt nicht die üppige Vegetation mit vollen Blütengärten und tropischen Pflanzen. Alligatoren liegen in den Tümpeln der Golfplätze und Reiher stehen auf den Mittelstreifen der Autobahnen. Florida liegt auf dem Breitengrad der Sahara, ist aber dennoch keine Wüste geworden, sondern feucht und tropisch wegen der umliegenden Meere, die für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Im Süden des Landes gibt es außerdem Sümpfe, die Everglades mit einem einzigartigen Ökosystem. Im 16. Jahrhundert wurde Florida von den Spaniern entdeckt und der Aufstieg für den Tourismus kam mit dem Bau der Eisenbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zunächst konnten es sich nur die reichen Leute leisten sich hier niederzulassen, bis später auch die Mittelschicht und die Rentner Florida als Paradies eroberten. Für ganz Amerika ist Florida heute das beliebteste Ferienziel. Nachteil der großen Beliebtheit wie in vielen Ländern, ist die Zerstörung der Natur durch Bauboom und menschliche Eingriffe. Die hohe Einwanderungs- und Flüchtlingsrate führt zu ethnischen Problemen. Wenn man ganz an die Südspitze von Florida fährt kommt man zu den Keys, aneinandergereihte Inseln im Meer, die so schmal sind wie eine Perlenkette aneinandergereiht. Die Inseln sind über 42 Brücken miteinander verbunden, so daß man auf der Fahrt über den Overseas Highway bis ans Ende immer rechts und links das Meer sieht. 200 Km kann man so über die ehemaligen alten Korallenriffe fahren, die dann durch Mangrovenwälder und Sand befestigt wurden und die Inseln entstehen ließen. Die Keys trennen den Atlantik vom Golf von Mexiko. Der erste Anlaufpunkt, wenn man von Miami zu den Keys kommt, ist Key Largo. Es ist nicht alles im besten Zustand, das liegt wohl an den ständig wiederkehrenden Hurricanes, die den Wiederaufbau so mühsam machen. Interessant wird es ein paar Kilometer weiter im John Pennekamp Coral Reef State Park, dem ältesten Unterwasserpark der USA. Bevor dieser Park 1960 vollständig geschützt wurde, wurden schon Teile der Unterwasserlandschaft zerstört. Was bei den Korallen, deren Polypen tausende von Jahren brauchen, um solche Riffe aufzubauen, die letzte Rettung bedeutete.
Autor: Ulrich Lindemann info (att) kreuzfahrt-1x1.de
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