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Immer mehr Menschen nehmen heute die Dienste eines Coachs in Anspruch. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Während früher ein Sport-Coach vor allem den Leistungssportlern und vielleicht noch den Besser-Verdienern für Tennis oder Golfspielen zur Verfügung stand, haben sich heute Coachs auf die verschiedensten Gebiete spezialisiert. Im beruflichen Kontext zum Beispiel kommen Menschen heute vor allem zum Coach, um Fertigkeiten für eine optimale Bewerbung zu lernen oder weil sie gern besser mit Kollegen und Mitarbeitern zurecht kommen wollen. Im persönlichen Bereich möchten die Klienten vielleicht ihre Beziehung zum Partner verbessern oder ihren Sinn im Leben entdecken. Ganz gleich in welchem Bereich der Coach mit dem Klienten arbeitet, er hilft dem Klienten, seine Ziele genau zu definieren und diese dann durch verschiedene Methoden zu erreichen. Er aktiviert die Ressourcen, die ein Klient braucht (z.B. Ruhe und Gelassenheit) und trainiert die Fertigkeiten, die noch benötigt werden. Beim Bewerbertraining würde der Coach mit seinem Klienten angemessene Verhaltensweisen in einem Vorstellungsgespräch erarbeiten und dieses Gespräch solange üben, bis der Klient alle notwendigen Fertigkeiten erlernt und verinnerlicht hat.
Was aber macht der Coach, wenn er bemerkt, dass sich sein Klient in einem Zustand von Müdigkeit, Erschöpfung und Lustlosigkeit befindet, aus dem er allein nicht mehr herauskommt? Wenn der Klient in einer Depression gefangen ist? Der Klient hat dann nicht mehr ein berufliches oder persönliches Problem, sondern man würde bei ihm eine psychische Störung diagnostizieren, die sich durch verschiedene Symptome und einen Leidensdruck äußert. Die psychische Störung darf der Coach aber nicht behandeln, weil psychische Störungen rein rechtlich nur von Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten und Heilpraktikern (für Psychotherapie) therapiert werden dürfen.
Deshalb erweitern viele Coachs ihre Kompetenz durch eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. In dieser Ausbildung wird wichtiges Wissen über psychische Störungen, deren Diagnostik und Therapie vermittelt, zusätzlich geht es um neurologische Erkrankungen, Pharmakologie und Gesetzeskunde. Neben einer Verbesserung des Fachwissens und damit einer Erhöhung der Qualifikation des Coachs bereitet eine Heilpraktiker Ausbildung für Psychotherapie als Prüfungsvorbereitungskurs auf die Amtsarztprüfung beim Gesundheitsamt vor. Wenn ein Coach als Heilpraktiker für Psychotherapie psychische Störungen behandeln möchte, dann erlangt er die Zulassung zur Ausübung der Heilkunde durch das Bestehen einer Überprüfung bei seinem zuständigen Gesundheitsamt.
In dieser Überprüfung wird abgefragt, ob der Coach sich mit der Diagnose und Behandlung von psychischen Störungen auskennt, ob er weiß, wie er mit Krisen und einer Selbstmordgefährdung des Klienten umgehen soll und welche Erkrankungen vorrangig medizinisch behandelt werden sollten. Rechtlich und fachlich ist er durch seine Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie abgesichert und kann weiter arbeiten, wenn der Klient nicht „nur“ berufliche oder private, sondern auch psychische Probleme berichtet. Autor: Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut Norman Ehlert Heilpraktiker und Therapie Institut norman-ehlert.de, e-mail: info@norman-ehlert.de
Name: Norman Ehlert E-Mail: info@norman-ehlert.de
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