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Auch wenn gestern der Rettungsplan für den US-Finanzmarkt mit einer Soforthilfe von 320 Milliarden US-Dollar beschlossen wurde, wird das aktuelle Geschehen die Banken noch länger im Griff haben. Zu hoch sind die Abschreibungen auf deren Kreditforderungen in ihren Bilanzen und zu hoch die Unsicherheit der Märkte darüber, wie hoch der Abschreibungsbedarf tatsächlich ist, wie viel also noch abgeschrieben werden muss.
Diese Unsicherheiten sorgen bei den Banken dafür, dass Kredite nur noch gegen schärfere Vergabebedingungen Kredite vergeben. Hierzulande sind die aus solchen Verschärfungen resultierenden Zinserhöhungen zum Glück noch nicht bei den Endverbrauchern angekommen. Das zumindest offenbart ein kurzer Vergleich von Verbraucherkreditzinsen, wie ihn interessierte Leser etwa auf http://www.kredit-und-finanzen.de/kredite/ finden.
Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Banken ob des enormen Wettbewerbsdrucks in Deutschland gerne mit niedrigen Eingangszinssätzen werben, ihr Zinstableau für von der Idealbonität abweichende Kreditnehmer aber schon wesentlich höhere Zinssätze vorsieht. Von daher sind alle Vergleiche mit Vorsicht zu genießen. Welche Zinsen ein Verbraucher letztendlich tatsächlich zu zahlen hat, kann erst eine Kreditanfrage unter Berücksichtigung aller persönlichen Daten klären.
Etwas anders sieht die Lage bei Unternehmen aus. Hier hat die Finanzkrise schon zu einer merklichen Einschränkung des vergebenen Kreditvolumens geführt. Besonders international aufgestellte Unternehmen, die sich über die weltweiten Aktienmärkte refinanzieren, bekommen diese Verteuerung zu spüren.
Zum einen haben sich die Zinsen verteuert, die für Bankdarlehen fällig werden, und zum anderen sind auch die Risikoprämien für die Kapitalbeschaffung etwa über Anleihen enorm gestiegen. In der Spitze hat sich der Risikoaufschlag zwischen Staats- und Unternehmensanleihen seit Ausbruch der Krise fast vervierfacht, was eine Finanzierung auf diesem Wege entsprechend verteuert.
Anleger könnten diese Entwicklung theoretisch zwar begrüßen, können sie doch höhere Zinsen bzw. Kursgewinne bei Anleihen einstreichen. Jedoch trifft es sie am Ende doch, wenn die Konjunktur noch weiter abkühlt, weil Unternehmen durch Geldmangel nicht wie geplant expandieren oder produzieren können.
Es bleibt also spannend an den Finanzmärkten, welche Auswirkungen die nun schon seit 18 Monaten andauernde Krise auf die Realwirtschaften noch haben wird.
Name: Daniel Franke E-Mail: info@franke-media.net
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