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Wenn ich so ganz gemütlich vor dem Kamin mit einer Flasche Wein auf meiner Finca auf Mallorca sitze, nehme ich mir manchmal das Buch von Georges Sand, Ein Winter auf Mallorca vor. Dies ist kein Roman, auch ein Reisetagebuch wäre übertrieben oder fehl am Platz als Beschreibung, nein, ich denke es ist einfach ein Regulativ für uns die wir heute leben, in einer zu perfekten Zeit, in der alles möglich ist und alles und jedes an jedem Ort der Welt genauso sein soll wie zuhause. Wenn ich dann etwas aus dem Buch lese, wie etwa, dass die kleine Familie (die sie ja gar nicht waren, sie lebten ja in „wilder Ehe“) das Haus Son Vent (Haus des Windes), also die Villa eines reichen Bürgers, mit komplettem Mobiliar für 100 Franken im Monat gemietet haben, dann hätten sich die wohl ersten Touristen Mallorcas wohl über die heutige Auswahl an Ferienfincas gefreut, unter denen sie sich nach Qualität, Lage und Geldbeutel das richtige Objekt aussuchen können. Für französische Verhältnisse war der Preis zwar moderat, für Mallorca jedoch exorbitant hoch. Denn, kein Vergleich zu Heute, wie alle einheimischen Landhäuser war es möbliert mit Gurtbetten oder mit grün angestrichenen Holzbetten, von denen einige (nein, nicht wenige) aus zwei Böcken mit zwei Brettern und einer dünnen Matratze darüber bestanden. Dann noch die typischen Stühle mit dem strohgepflochtenem Sitz und massive Holztische. Damals wie heute häufig auch noch, waren die Wände weiß gekalkt und viele Wandöffnungen hatten sogar Glas, was man dann Fenster nannte. Nun ja, George Sand lässt sich zu diesem Thema noch etwas länger aus, aber ich denke, wir sollten nicht zu tief in die negativen Aspekte des Besuchs der ersten Touristen Mallorcas verwenden. Wenn Sie heute eine Finca auf Mallorca über einen angesehenen Vermittler mieten, werden Sie diese ganzen Probleme wohl nicht haben.
Name: Christoph Wichmann E-Mail: cw-mallorca@gmx.de
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